Büro Huennerkopf Kommumikationsdesign
Büro Huennerkopf - Kommumikationsdesign
 
 
Realisierungswettbewerb Kunst im öffentlichen Raum für den Herzliyaplatz in Leipzig
 
2017 / Runde der fünf Finalisten (5 von 110 Arbeiten)
»LEBENSRETTER«

Theodor Herzl gilt als der zentrale Vordenker und aktive Wegbereiter eines modernen jüdischen Staates, der später in Form des modernen Staates Israel Realität wurde. Betrachtet man dies vor dem Hintergrund der jüdischen Geschichte, die geprägt ist von Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung und Ermordung, schafft er damit eine Zuflucht gerade für jene, die vor dem Nationalsozialismus und Stalinismus flohen, die vielen das Leben rettete. Gerade in der heutigen Zeit ist Zuflucht ein Thema angesichts der steigenden Zahl an Geflüchteten...

Die mediterrane Lage Herzliyas begünstigt das Wachstum zahlreicher Pflanzenarten, u.a. ist hier die Dattelpalme beheimatet - ein Lebensretter in der Wüste. Sie ist eine wichtige Nutzpflanze und wird bereits seit prähistorischer Zeit, wo sie eine Hauptnahrungsquelle darstellte, als Kulturpflanze genutzt. Als einer der ältesten Obstbäume wird die Dattelpalme im Mittleren Osten kultiviert wegen ihrer Früchte, des Saftes und der Blätter, die als Flechtmaterial dienen. Im Judentum ist die Dattelpalme besonders zu Sukkot (Laubhüttenfest) von großer Bedeutung. Die Palmblätter gehören zu den Materialien, mit denen das Dach der Sukka (Hütte) gedeckt wird. Zu Sukkot endet praktisch das Erntejahr und wird deshalb auch als „das Fest des Einsammelns“ genannt. Ein weiterer Nutzen der Dattelpalme ist, dass dieser Baum die Wüste begrünen und zurückdrängen kann.

Die Geschichte der Juden ist nicht nur von Leid sondern auch von Toleranz, friedlichem Miteinander und Gleichberechtigung geprägt. Der Palmzweig unterstreicht dies als weitverbreitetes Symbol für Sieg, Freude und Frieden. Freude und Frieden für Herzliya und Leipzig alle Zeit. Die Palmenskulptur wird mit einer „goldenen“ Farbe gestrichen, in Anlehnung an die Worte Jesus, nach- dem das jüdische Volk ein „Licht unter den Völkern“ werden soll.

Die Silhouette der Palme fügt sich ein in den städtebaulichen Kontext der umgebenden Parkanlagen. Der Standort wurde so gewählt, dass er sich außerhalb der relevanten Sichtbeziehungen befindet. Desweiteren berücksichtigt das Fundament den Leitungsverlauf im Untergrund.






       
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Konstruktion