Büro Huennerkopf Kommumikationsdesign
Büro Huennerkopf - Kommumikationsdesign
 
 
Modellstadt St. Goar im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal / Wettbewerb 2. Rang
 
2009 / Projektpartner: HHvH Landschaftsarchitekten, Häfner Jimenez Landschaftsarchitekten, Obermeyer Planen+Beraten, Schlotfeldt Licht, Ingenieurbüro Obermeyer
Die Einzigartigkeit dieses Landschaftsraums soll inszeniert und erlebbar gemacht werden. Behutsam im Hinblick auf die gewachsene Struktur wird das Stadtufer gestaltet. Es werden zwei neue klar definierte Zugänge zum Wasser am Rhein geschaffen: die Rheinterrassen am Marktplatz und die Rheinbühne vom Rathausplatz aus. Wo vor Jahrhunderten historisch die Gebäudefassaden eine klare und malerische Raumkante zum Wasser bildeten, zeichnet der Entwurf heute die städtischen Uferkonturen mit signifikanten Aufkantungen als durchgehenden Akzent über die gesamte Stadtlänge am Wasser nach. Aus dem Bestand weiter geführte Kastenlinden betonen über die gesamte Länge St. Goars eine einheitliche Stadtsilhouette. Zentrale Schnittstelle zwischen oben und unten, Wasser und Stadt sind die neuen Rheinterrassen am Marktplatz als repräsentatives Entrée vom Wasser.


Rheinstrom – Audioinstallation St. Goar
Im Tal der Loreley beschäftigen sich zahlreiche Mythen und Geschichten mit dem Ort am Loreley-Felsen. In früherer Zeit, war dieser Ort bei den Schiffern wegen der Untiefen, den Klippen und der Strömung gefürchtet. Hinzu kam, dass die nahen Felswände das Rauschen des Wassers und des Galgenbach-Wasserfalls als Echo siebenfach reflektierten, was dem Ort eine spezielle und unerklärliche Aura verlieh. Dieses Phänomen ist durch den heutigen Verkehrslärm und die Umgebungsgeräusche nicht mehr wahrnehmbar, hier setzt die Installation an. Das einmalige Phänomen wird wieder in den Wahrnehmungshorizont gerückt, als identitätsstiftendes Merkmal eines geschichtsträchtigen Ortes.

Ein Echo entsteht, wenn eine Interaktion stattfindet, die entweder die Umgebung selbst oder der Mensch generiert. Diesen Rückkopplungseffekt greift die Installation auf und setzt dies mit einfachen technischen Mitteln um. Durch flächenbündig angebrachte Kontaktmikrofone im Gehwegbereich erzeugen die darüber laufenden Personen gewissermaßen Indifferenzen bzw. Schwingungen, die durch Lautsprecher wiedergegeben werden. Der Besucher tritt in Interaktion mit sich selbst, mit anderen und der Umgebung. Die Komponenten sind so aufgebaut, dass sie jederzeit leicht demontiert werden können und so die jahreszeitlichen Gegebenheiten berücksichtigen (Hochwasser, Winter etc.).



Rheinstrom - Audioinstallation
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